Sie möchten eine Website erstellen lassen, haben aber weder fertige Texte noch einen Ordner voller professioneller Bilder? Das ist ein normaler Ausgangspunkt. Sie müssen nicht bereits wissen, wie Ihre neue Website aussehen oder technisch aufgebaut sein soll. Entscheidend ist zunächst, dass Sie erklären können, was Ihr Unternehmen anbietet und welche Kunden Sie erreichen möchten.
Eine gute Zusammenarbeit macht daraus Schritt für Schritt eine verständliche Website. Dabei übernimmt die Agentur die vereinbarten Aufgaben in Konzeption, Gestaltung und Umsetzung. Sie bringen Ihr Wissen über den Betrieb ein, prüfen die fachliche Richtigkeit und treffen die nötigen Entscheidungen.
Damit das Projekt vorankommt, sollte früh klar sein, wer welche Inhalte liefert, wann Rückmeldungen gebraucht werden und was vor der Veröffentlichung geprüft wird.
1. Was muss ich vor dem ersten Gespräch schon wissen?
Für das Erstgespräch brauchen Sie kein fertiges Konzept. Hilfreich sind konkrete Antworten auf drei Fragen: Was bieten Sie an? Wen möchten Sie erreichen? Und was sollen Besucher auf Ihrer Website tun?
„Wir brauchen eine modernere Website“ beschreibt einen Wunsch. „Unsere Kunden sollen verstehen, welche Sanierungen wir übernehmen, und anschließend eine Anfrage mit Fotos schicken können“ beschreibt bereits eine Aufgabe. Daraus lassen sich passende Inhalte, Seiten und Kontaktmöglichkeiten ableiten.
Überlegen Sie auch, was im Alltag immer wieder erklärt werden muss. Fragen Interessenten häufig nach Ihrem Einzugsgebiet, dem Ablauf, bestimmten Leistungen oder einer ersten Preisorientierung? Diese Fragen sind wertvolles Ausgangsmaterial für die neue Website.
Wenn Sie eine Website erstellen lassen, helfen außerdem ein grober Budgetrahmen und mögliche zeitliche Vorgaben. Steht eine Geschäftseröffnung bevor? Soll die Seite zu einer Messe fertig sein? Gibt es einen Termin für neue Unternehmensfotos? Solche Abhängigkeiten gehören früh auf den Tisch.
Welche Leistungen das Budget beeinflussen und worauf Sie bei Angeboten achten sollten, erklären wir im Beitrag Was kostet eine professionelle Firmenwebsite?
Sammeln Sie gern zwei oder drei Websites, die Ihnen gefallen. Beschreiben Sie jeweils kurz, warum: etwa die verständliche Navigation, die Bildsprache oder die einfache Kontaktaufnahme. Das hilft mehr als die allgemeine Vorgabe, die Website solle „hochwertig“ wirken.
2. Wer kümmert sich um die Struktur und die Texte?
Bevor einzelne Seiten gestaltet werden, sollte feststehen, welche Inhalte gebraucht werden und wie sie zusammenhängen. Welche Leistungen benötigen eine eigene Seite? Wo helfen Referenzen? Was müssen Besucher wissen, bevor sie Kontakt aufnehmen?
Die Agentur sollte Ihnen diese Struktur erklären und mit Ihnen abstimmen. Dabei geht es auch darum, Schwerpunkte zu setzen. Eine Leistung, die künftig mehr Anfragen bringen soll, braucht eine entsprechend klare Darstellung.
Wer eine Website erstellen lassen möchte, sollte die Verantwortung für Texte ausdrücklich klären. „Inhalte einpflegen“ bedeutet zunächst nur, vorhandenes Material einzusetzen. Interviews, Recherche, Texterstellung und Überarbeitung können zusätzliche Leistungen sein.
Sie müssen dafür nicht selbst zum Texter werden. Häufig lässt sich das nötige Wissen in einem strukturierten Gespräch sammeln. Sie erklären Ihre Leistungen und typische Kundenfragen; die Agentur bereitet die Informationen verständlich auf. Anschließend prüfen Sie, ob die Aussagen fachlich stimmen und zu Ihrem Unternehmen passen.
Auch Suchmaschinenoptimierung (SEO) und die Aufbereitung für KI-gestützte Antworten (GEO) gehören in diese Planung. Werden relevante Suchbegriffe und Kundenfragen recherchiert? Werden Leistungen klar beschrieben und Unternehmensangaben konsistent dargestellt? Lassen Sie sich erklären, welche Arbeiten vereinbart sind. Einzelne Keywords nachträglich in fertige Texte einzusetzen, ersetzt diese Vorbereitung nicht.
3. Welche Unterlagen brauche ich, wenn ich eine Website erstellen lassen möchte?
Sie müssen nicht alles am ersten Tag liefern. Sinnvoll ist eine gemeinsame Liste, die zwischen vorhandenem Material und noch zu erstellenden Inhalten unterscheidet.
Besonders hilfreich sind Informationen, die sich nicht zuverlässig von außen recherchieren lassen: Ihre tatsächlichen Leistungen, Besonderheiten im Ablauf, geeignete Referenzprojekte und die Fragen Ihrer Kunden.
Bei Bildern zählt neben der Qualität auch die Aussage. Ein echtes Projekt kann eine Leistung verständlicher machen als ein austauschbares Motiv. Teamfotos helfen Besuchern, die Menschen hinter dem Unternehmen kennenzulernen. Planen Sie neue Aufnahmen deshalb passend zu den vorgesehenen Seiten.
Zugänge sollten gezielt und sicher bereitgestellt werden, möglichst über eigene Benutzerkonten oder Einladungen. Klären Sie außerdem, welche bestehenden Dienste weiterlaufen müssen. Dazu gehören beispielsweise E-Mail-Postfächer unter Ihrer Unternehmensdomain.
4. Wie laufen Gestaltung und Abstimmung ab?
Sobald Struktur und inhaltliche Richtung stehen, wird daraus ein Gestaltungsentwurf. Je nach vereinbartem Vorgehen sehen Sie zunächst eine zentrale Seite oder ausgewählte Bereiche, an denen sich die Gestaltung beurteilen lässt.
Prüfen Sie dabei nicht nur, ob Ihnen Farben und Bilder gefallen. Finden Besucher die wichtigsten Leistungen? Ist verständlich, für wen Ihr Angebot gedacht ist? Ist der nächste Schritt zur Anfrage erkennbar? Und passen Sprache und Darstellung zu Ihrem Betrieb?
Wenn Sie eine Website erstellen lassen, sind gebündelte Rückmeldungen besonders hilfreich. Sammeln Sie die Anmerkungen aller Beteiligten und geben Sie der Agentur eine abgestimmte Rückmeldung. So entstehen keine widersprüchlichen Arbeitsaufträge.
Formulieren Sie möglichst konkret: „Unsere wichtigste Leistung geht in diesem Abschnitt unter“ hilft mehr als „Das überzeugt mich noch nicht“. Die Agentur kann dann eine Lösung für das eigentliche Problem vorschlagen.
Vorab sollte feststehen, wie viele Abstimmungsrunden enthalten sind und wie zusätzliche Wünsche behandelt werden. Eine neue Unterseite oder eine zusätzliche Buchungsfunktion kann den vereinbarten Umfang verändern. Solche Ergänzungen sollten besprochen werden, bevor dafür Aufwand entsteht.
Wenn Sie noch nach einem passenden Partner suchen, hilft Ihnen unser Beitrag: Wie finde ich die richtige Agentur für meine Website?
5. Was wird vor der Veröffentlichung geprüft?
Nach der Umsetzung folgt die gemeinsame Prüfung. Jetzt geht es darum, ob die Website im Alltag funktioniert und alle freigegebenen Inhalte korrekt übernommen wurden.
Sie prüfen insbesondere Namen, Leistungen, Kontaktdaten, Bilder und fachliche Aussagen. Die Agentur übernimmt die vereinbarten technischen Prüfungen. Dazu gehören beispielsweise die Darstellung auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen, funktionierende Links und die Kontaktformulare.
Ein Formular sollte nicht nur eine Erfolgsmeldung anzeigen. Prüfen Sie gemeinsam, ob eine Testanfrage tatsächlich beim vorgesehenen Ansprechpartner ankommt.
Auch die vereinbarten Grundlagen für SEO und GEO gehören in die Abschlusskontrolle: Sind wichtige Inhalte erreichbar und verständlich strukturiert? Sind Seitentitel und Beschreibungen gepflegt? Stimmen die Unternehmensangaben? Bei einer bestehenden Website muss außerdem geklärt sein, was mit bisherigen Seitenadressen passiert.
Die Freigabe zur Veröffentlichung sollte ausdrücklich erfolgen. Vereinbaren Sie, wer veröffentlicht und wer anschließend die erreichbare Website noch einmal kontrolliert.
6. Was bekomme ich nach dem Start übergeben?
Mit der Veröffentlichung endet die technische Umsetzung, aber die Website wird anschließend weiter genutzt und gepflegt. Klären Sie deshalb schon vor Projektbeginn, wie die Übergabe aussieht.
Wenn Sie eine Website erstellen lassen, sollten Sie wissen, welche Inhalte Sie selbst bearbeiten können, welche Einweisung vorgesehen ist und an wen Sie sich bei Problemen wenden. Ebenso wichtig ist die Zuordnung von Domain, Hosting und weiteren laufenden Diensten.
Lassen Sie sich die wiederkehrenden Kosten und Zuständigkeiten verständlich erklären. Was ist im Hosting enthalten? Gibt es eine Betreuung? Wer kümmert sich um spätere Änderungen? Und welche Unterstützung wird separat beauftragt?
Planen Sie außerdem, wie Sie nach dem Start beurteilen möchten, ob die Website ihren Zweck erfüllt. Für einen Dienstleister kann beispielsweise die Zahl passender Anfragen aussagekräftiger sein als die reine Besucherzahl. Welche Auswertung dafür sinnvoll ist, hängt von Ihren Zielen und den vereinbarten Möglichkeiten ab.
Fazit: Gute Vorbereitung bedeutet vor allem klare Zuständigkeiten
Eine Website erstellen lassen können Sie auch ohne fertige Texte oder ein ausgearbeitetes Gestaltungskonzept. Entscheidend sind klare Ziele und Zuständigkeiten.
Die Agentur sollte daraus einen nachvollziehbaren Ablauf entwickeln: Ziele klären, Inhalte planen, Gestaltung abstimmen, technisch umsetzen, gemeinsam prüfen und die Website übergeben. Je klarer die Aufgaben verteilt sind, desto leichter lassen sich offene Punkte rechtzeitig lösen.
Sie planen eine neue Website und möchten wissen, welche Vorbereitung für Ihren Betrieb sinnvoll ist? In einer kostenfreien Beratung besprechen wir Ihre Ziele, das vorhandene Material und die nächsten Schritte.






